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Ausgewählte Projekte

Mittel- und Osteuropa
Kosovo – Verbesserung der Beratungsleistungen für Landwirte und ländliche Gemeinden
Im Rahmen dieses Projektes berieten Experten der bw-i das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und ländliche Entwicklung (MAFRD). Zielsetzung des Projekts war die Verbesserung des Beratungsangebots für Landwirte und ländliche Gemeinden im Kosovo. Aufbauend auf ein dreijähriges Projekt der EU konnten die dort vorbereiteten Ausbildungsmodule für direkte Schulungen aufbereitet werden. In Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim und der Universität Pristina wurden über 500 Landwirte weitergebildet. Zehn regionale und internationale Studienreisen wurden organisiert.
Tschechien – Twinning: Entwicklung einer Förderstrategie für klein- und mittelständische Unternehmen
Das EU Twinning Programm zum Verwaltungsaufbau unterstützt die Implementierung von Verwaltungspartnerschaftsprojekten zwischen den Mitgliedern der Europäischen Union und den EU Beitrittsländern und Nachbarländern. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützte bw-i in diesem Zusammenhang die tschechische Wirtschaftsförderagentur „CzechInvest“ bei der Ausarbeitung einer Strategie zur Stärkung der Position tschechischer KMU auf dem nationalen und internationalen Markt. Unter anderem beriet das Projekt bei der Ausarbeitung von Arbeitsplatzbeschreibungen und Fortbildungsmodulen. Mit Vertretern der CzechInvest wurden außerdem Konzepte für Hochschulen zur Sensibilisierung für das Unternehmertum und zur Förderung von Unternehmensgründungen entwickelt.

Polen – Entwicklung und Implementierung eines revolvierenden Fonds zur Förderung klein- und mittelständischer Betriebe
Im Auftrag des Bundesministerium des Inneren entwickelte und implementierte bw-i ein revolvierendes Fondsystem zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen  in Regionen, in denen die deutsche Minderheit lebt. Seit 1992 steht bw-i den durchführenden Organisationen vor Ort beratend zur Seite. Über 1.400 Betriebe profitierten bislang von der Möglichkeit, schnell und unbürokratisch einen Kredit zu erhalten. Seit 2003 muss der Fonds nicht mehr durch Zuwendungen aus der Bundesrepublik gestützt werden. Die Ausfallraten der Kreditvergabe liegen unter 5% und die erwirtschafteten Zinsen decken seit über 10 Jahren die Administrationskosten der verantwortlichen Stiftung. Jährlich werden von der Stiftung ca. 50 bis 80 Einzelkredite  mit einem Gesamtvolumen von ca. 8 Mio. PLN  an Unternehmen vergeben, die  Arbeitsplätze schaffen oder sichern. Das Projekt leistet so einen wertvollen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen, in denen die deutsche Minderheit vertreten ist.

Rumänien – Twinning: Beratung des Ministeriums für kleine und mittelständische Unternehmen zur Verbesserung der institutionellen Rahmenbedingungen für KMU
Das EU-Instrument Twinning fördert seit 1998 Beitrittskandidaten und Nachbarländer der EU bei der Reform ihrer administrativen Strukturen. Neben der reinen technischen Zusammenarbeit unterstützen Twinning Projekte langfristige Partnerschaften sowie einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Behörden der Partnerländer. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie berieten Experten der bw-i im Rahmen des Twinning Programms das rumänische Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen. Im Vordergrund des Projektes standen die Schaffung eines unternehmerfreundlichen Umfelds für KMU sowie der Aufbau einer effizienten Verwaltung innerhalb einer neugegründeten Förderagentur für kleine Unternehmen.

Russland und GUS
Russland und Ukraine– Fortbildungsinitiative für russische und ukrainische Nachwuchsführungskräfte
Die Bundesregierung unterstützt seit 1997 das unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Russischen Förderation stehende Fortbildungsprogramm für russische Manager und seit dem Jahr 2000 ein entsprechendes Programm der Ukraine. bw-i führt eines von insgesamt sechs Konsortien, die im Auftrag der inWEnt gGmbH das Programm ausführen, unter anderem zweimonatige „Trainings on the job“ in deutschen Unternehmen für deutsch sprechende Führungskräfte. Die Teilnehmer aus beiden Ländern haben bereits zum Zeitpunkt ihres Aufenthaltes in Deutschland oder in absehbarer Zeit Entscheidungskompetenzen in ihren Firmen. Für deutsche Unternehmen bietet sich dadurch eine einzigartige Möglichkeit, Informationen über potentielle Marktchancen und Partnerschaften in Russland oder der Ukraine zu beschaffen und ihr eigenes Unternehmen über die Weiterbildung einer Führungskraft darzustellen. Jährlich betreut bw-i gemeinsam mit den Partnern 60 bis 70 Manager aus Russland und der Ukraine, die stark am deutschen Markt interessiert sind.

Ukraine – Twinning: Entwicklung einer Strategie zum Aufbau eines Netzwerks von Tourist Information Centres
Das EU Twinning Programm unterstützt die Implementierung von Verwaltungspartnerschaftsprojekten zwischen den Mitgliedern der Europäischen Union und den EU Beitrittsländern und Nachbarländern. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beriet bw-i das ukrainische Tourismusministerium. In verschiedenen Regionen der Ukraine wurde eine Bestandsaufnahme der Informationszentren für Touristen durchgeführt. Basierend auf dieser Analyse und Empfehlungen internationaler Tourismusexperten der bw-i konnte der ukrainische Partner eine nachhaltige Strategie zum Aufbau von „Tourist Information Centres“ entwickeln. Die Ergebnisse der Arbeit sind in einem Handbuch zusammengefasst und als Anleitung zur erfolgreichen Etablierung von „Tourist Information Centres“ formuliert. Das Projekt stellt einen ersten Schritt zur systematischen qualitativen Verbesserung der Beratung von Touristen dar und versucht nationale, regionale und kommunale Anstrengungen auf einen qualitativen Nenner zu bringen, der den Ansprüchen internationaler Touristen genügt.
Südostasien
China –Fortbildung von chinesischen Nachwuchsführungskräften
Zur Unterstützung des China-Engagements baden-württembergischer Unternehmen organisierte und implementierte bw-i Trainingsmaßnahmen für betriebliche Führungskräfte in China. Die vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium finanzierten Maßnahmen beinhalteten Trainingsseminare zu Themen wie Vertrieb, Personalmanagement, Qualitätsmanagement oder Controlling in Nanjing (Provinz Jiangsu) und in Shenyang (Provinz Liaoning) sowie Praktika für Nachwuchsführungskräfte in Deutschland. Das Projekt trägt zu einem positiven Image des Landes Baden Württemberg und seiner Unternehmen auf der mittleren Führungsebene in China bei und schafft Vertrauen in die industrielle Kapazität des Landes.

Lateinamerika
Chile – Aufbau des deutsch-chilenischen Berufsbildungszentrums in Nunoa (Santiago de Chile)
Dieses Projekt zielte auf die Verbesserung des beruflichen Bildungssystems in Chile und den Aufbau von Partnerschaften zwischen Unternehmen und Trainingszentren ab. bw-i war verantwortlich für die Anpassung von Curricula an die Anforderungen der Privatwirtschaft und beriet das Zentrum in Hinblick auf Ausrüstung, Fortbildungen für Lehrkräfte und technische Workshops. Gefördert durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützte bw-i das Bildungsministerium bei der Verbesserung des dualen Ausbildungssystems. Gemeinsam mit den Partnern, der Gottlieb–Daimler-Schule Sindelfingen und FESTO, berät bw-i das Zentrum in Nunoa bei der Entwicklung des für Chile neuen Berufbildungsganges Mechatronik.
Kuba – Qualifizierungsmaßnahmen für Manager
bw-i organisierte und implementierte mehr als 20 einwöchige Seminare in Kuba sowie mehrere zweiwöchige Kurse, die speziell auf die Bedürfnisse kubanischer Nachwuchsführungskräfte zugeschnitten waren. Die Kurse umfassten Themengebiete wie Volkswirtschaftslehre, Controlling, Internationales Marketing, Internationales Recht, Projektmanagement, Personalentwicklung, Teambildung und Konfliktmanagement. Ausgesuchte Teilnehmer wurden nach Deutschland eingeladen, um an Praktika und Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Zwischen 1998 und 2003 wurden über 400 Trainingstage mit mehr als 200 Teilnehmern umgesetzt.

Brasilien - Aufbau des National Vocational Centre for Environmental Technology in Curitiba/Paranà
Im Rahmen dieses Projektes wurde ein nationales Zentrum für Umwelttechnologie errichtet. Die Aufgaben des Zentrums liegen in der Schulung von Experten für Umweltfragen in den Bereichen Umweltmanagement und Technologietransfer, der Durchführung von Firmenberatungen, der Einführung umweltfreundlicher Technologien sowie der Ausstattung und dem Aufbau von Laboren. bw-i bildete in „Train the trainer“ Seminaren über 30 Lehrer, Techniker und Berater aus und beriet das Zentrum, im Bereich Management, Lehrplanentwicklung und Beschaffung.

Afrika
Ägypten – Industrielles Modernisierungsprogramm – Rekrutierung und Unterstützung des Direktors des Industrial Modernisation Centre (IMC)
Dieses von der EU geförderte Projekt unterstützte die industrielle Entwicklung und den Aufbau eines unternehmerfreundlichen Umfelds in Ägypten. Das Projekt deckte alle Bereiche der industriellen Modernisierung ab. Die Unterstützung des IMC beinhaltete das finanzielle Management, Qualitätsmanagement und organisatorische Fragestellungen. Das Industrielle Modernisierungsprogramm beinhaltet den Aufbau von Trainingszentren für start-up Unternehmen und die Definition von Kreditlinien. bw-i stellte Experten, die während der Anfangsphase des Programms die Rolle des Direktors übernahmen.
 
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